No. 01 · Lucky Creatures
Maneki-neko, die Winkekatze
- Kanji
- 招き猫
- Lesung
- まねきねこ · maneki-neko
Die Katze mit der erhobenen Pfote sitzt in ganz Japan in Schaufenstern und Restaurants. Sie winkt nicht zum Abschied: In Japan winkt man jemanden mit der Handfläche nach außen heran — die Katze bittet dich also herein.
Zum Poster — 64 €Bedeutung
Maneki heißt „herbeiwinkend“, neko heißt „Katze“. Eine erhobene linke Pfote lockt Kundschaft und Gäste an, eine erhobene rechte Pfote Geld. Deshalb wählen Restaurants und Läden meist die linke — und deshalb heben manche Katzen gleich beide.
Die bekannteste Entstehungsgeschichte stammt aus dem Tempel Gōtoku-ji in Tokio: In der Edo-Zeit winkte eine Tempelkatze einen vorbeiziehenden Fürsten herein — kurz bevor dort, wo er eben noch gestanden hatte, der Blitz einschlug. Der dankbare Fürst wurde zum Förderer des Tempels. Mehrere andere Orte in Japan erzählen ihre eigene Version.
Meist hält die Katze einen Koban, eine alte Goldmünze. Auf unserer steht 千貫 (sen-kan): Kan ist auch das Zählwort für Nigiri-Stücke, also heißt es „tausend Stück Sushi“.
An der Sushi-Theke
In fast jeder Sushi-Bar in Japan sitzt irgendwo eine Maneki-neko — meist neben der Kasse oder über dem Eingang. Sie ist der stille Wunsch der Wirtsleute nach einem vollen Haus.
Gut zu wissen
- Dreifarbige Katzen (mike-neko) gelten als die größten Glücksbringer von allen.
- Je höher die Pfote, desto weiter reicht angeblich die Einladung der Katze.
- Tokoname und Seto sind die traditionellen Töpferstädte für Winkekatzen aus Keramik.








